Woche 1 - 4
Der Eisprung wird in der Regel durch den Deckakt ausgelöst und findet 24 - 50 Stunden später statt. Vielfach benötigt es mehr als eine Deckung innerhalb von 2 - 3 Stunden, damit genügend Hormone ausgeschüttet werden, um die Ovulation auszulösen. Rückschlüsse von der Dauer der Rolligkeit auf eine erfolgreiche Deckung sind nicht möglich.
Die Spermien treffen in den 2 Eileitern auf die Eier, wo die Befruchtung stattfindet. Die befruchteten Eier beginnen sich zu teilen und wandern in die beiden Uterushörner, wo sie sich als sogenannte Blastozyten nach ca. 12 - 14 Tagen in die Uteruswand einnisten.
Die Blastozyten entwickeln sich nun zu Embryos, die sich differenzieren und alle wichtigen Organe zu bilden beginnen. Ab dem 18. Tag der Trächtigkeit sind etwa 1 bis 1,5cm große, perlschnurartige Einschnürungen fühlbar (nur vom geübten Experten). Es handelt sich um die voneinander getrennten Fruchtkammern in der Gebärmutter. Diese Einschnürungen verschwinden in der 5. - 6. Woche wieder.
Nach 20 Tagen beginnen sich die Zitzen zu runden, heben sich ab und verfärben sich rötlich. Dies ist ein erstes Zeichen, dass die Katze trächtig ist. (Scheinträchtigkeiten zeigen allerdings dieselben Merkmale). Nach 4 Wochen sind die winzigen Embryonen ca. 2,5 cm groß. Die Katze ist in den ersten Wochen nach der Deckung meist ruhig und zufrieden. Nur sehr selten tritt Unwohlsein auf.
Woche 5 - 6
Allmählich ist eine Zunahme des Bauchumfanges und des Gewichtes bei der Katze erkennbar. Auch die Milchleiste beginnt sich zu entwickeln. Die Ernährung sollte nun dem gesteigerten Bedarf angepasst werden. Häufig wird energiereiches Kittenfutter gegeben.
Der Fötus wächst in dieser Phase besonders rasch und ist mit 6 Wochen ca. 7 cm groß. Die Herzaktionen des Fötus sind mit Ultraschall ab Tag 32 - 35 bereits erkennbar.
Woche 7 - 8
Der Bauch der Katze wölbt sich nun beträchtlich (ab ca. 4 Jungtieren). Die Katze schläft viel und sollte möglichst ruhig und stressfrei gehalten werden. Große Sprünge könnten gefährlich sein. Die Wurfkiste kann bereits aufgestellt werden, damit sich die Katze daran gewöhnt.
Die Föten beginnen sich ab dem 50. Tag reflektorisch im Mutterleib zu bewegen und können nun ertastet werden. Die Bewegungen im Bauch sind deutlich zu sehen und zu fühlen. Die Knochengerüste der Föten sind röntgenologisch ab Tag 45 erkennbar.
Woche 9
Gegen Ende der Schwangerschaft weicht die Katze oft nicht mehr von der Seite ihrer Bezugsperson. Sie wird auch anderen Katzen gegenüber oft sehr zugewandt und pflegt sie mütterlich. Häufig streift sie umher und sucht ein geeignetes Wurflager.
Der Bauch ist prall gefüllt und senkt sich nun nach hinten. Die Milchleiste ist stark angeschwollen, in den letzten beiden Tagen kann schon Milch einschiessen. Während der letzten 1 - 2 Tage vor der Geburt wird die Katze unruhiger, sucht häufig das Wurflager auf, geht häufiger auf die Katzentoilette und frisst oft nicht mehr. Bei vielen Katzen senkt sich die Körpertemperatur 12 - 24 Stunden vor der Geburt um ca. 1 Grad Celsius.
Die Geburt beginnt mit den ersten Wehen (Eröffnungswehen) in der Regel nach 63 - 65 Tagen (Schwankungen zwischen 59 - 72 Tagen sind möglich). Die Jungen haben unmittelbar vor der Geburt ein Geburtsgewicht je nach Rasse von 60 - 140 g. Durchschnittlich liegt die Wurfgröße bei 3 - 4 Kitten, allerdings ist ein Einling gerade bei den Perserkatzen keine Seltenheit, genauso wie ein Wurf mit 6 und mehr Kitten bei den schlanken und kurzhaarigen Rassekatzen.